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Fahrradtour zum Beerenhof Alps

Unsere diesjährige Traditions-Fahrradtour, die immer am 03. Oktober stattfindet, führte uns zum Beerenhof Alps. Der Startpunkt war wie immer unser Schaukasten "Am Eichkamp" Ecke Mondhagen. Die Strecke führte uns durch Westercelle nach Altencelle. Von dort aus ging es durch den Wald nach Lachendorf, wo wir bei dem Dorffest Halt gemacht haben. Weiter zum eigentlichen Ziel, dem Beerenhof Alps, wo wir uns mit Kuchen und Bratwurst stärken konnten. Der Ein oder Andere konnte sich dort mit Obst eindecken bevor es an die Rücktour ging. Dank des guten Wetters kamen wir wieder trocken in Celle an. Die Gesamtstrecke belief sich auf ca. 30 km.

Fahrradtour zum Erdölmuseum

Die Siedlergemeinschaft Am Eichkamp (Westercelle/Neuenhäusen) unternimmt Anfang Oktober traditionell die letzte Fahrradtour des Jahres. Die Tour führt regelmäßig zu besonderen Orten im Celler Land. Dieses Jahr informierten sich die Siedler vom Eichkamp im Deutsche Erdölmuseum in Wietze über die Erdölexploration in Deutschland – ins besonders in Niedersachsen.
Die Erdölförderung in Wietze hat wirtschaftsgeschichtlich eine große Bedeutung. Schon 1858 begann dort die industrielle Förderung von Erdöl. Georg Christian Konrad Hunäus ließ damals die erste Erdölbohrung der Welt durchführen. Bei dieser Bohrung wurde ursprünglich Braunkohle gesucht. Tatsächlich wurde in einer Tiefe von 35 m Erdöl gefunden. Aufgrund dieser Tatsache beansprucht das amerikanische Titusville (Pennsylvania) diesen Titel, da dort planmäßig nach Öl gebohrt wurde.
Während die Förderung in Titusville schon 1890 endet, wurde in Wietze noch bis 1963 Erdöl gefördert. Seit Beginn des 1. Weltkriegs wurde das Erdöl bergmännisch gewonnen. In den Jahren 1905-1910 wurden bis zu 80 % des nationalen Bedarfs durch das Wietzer Ölfeld gefördert. Die heutige Förderung deckt nur noch 2–2,5 % des deutschen Bedarfs.
Die Führung wurde von Herrn Lindner vom Verein des Erdölmuseums durchgeführt. In seiner aktiven Berufszeit arbeitete Herr Lindner bei der Brigitta Elwerath Betriebsgesellschaft (BEB). Da einige Mitglieder der Gemeinschaft ebenfalls in der Erdölbranche in Celle/Hannover gearbeitet hatten, ergab sich ein interessantes Gespräch über die Exploration von Erdöl. Hierbei wurden geologische, bohrtechnische und wirtschaftliche Aspekte erörtert.
Auch der umweltpolitische Aspekt wurde dabei diskutiert. Gerade in der Frühzeit der Erdöl-Industrie muss dies eine Katastrophe gewesen sein. Dies lässt das Bildmaterial der Ausstellung aus „Klein-Texas“ (= Wietze) erahnen. Es muss zu großflächigen Boden und Grundwasserverunreinigungen gekommen sein, da in der Frühzeit der Förderung weder die Technik ausreichte noch die Mitarbeiter genügend im Umgang mit Erdöl ausgebildet waren.
Nach Abschluss der Besichtigung trafen sich die Siedler zum Kaffeetrinken. Hierbei wurde neben dem gerade erlebten aktuelle Vorkommnisse, die das gemeinschaftliche Leben betrafen diskutiert. Nach etwas mehr als 40 km Rad fahren wurde der Eichkamp nach einem interessanten Tag wieder erreicht.

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Hermann Löns Radtour

13.10.2020 

Die Siedlergemeinschaft „Am Eichkamp Neuenhäusen/Westecelle“ machte am 03.10.20 auf seiner letzten Fahrradtour mit Klaus Engling einen launischen Einblick in das Leben von Herrmann Löns, der in der Zeit nach 1900 bis zu seinem Tod im Kreis Celle lebte.

Nachdem dieses Jahr schon einige Touren und Veranstaltungen wegen der Maßnahmen gegen die Pandemie COVID-19 abgesagt werden mussten, drohte auch die Veranstaltung auszufallen. Es konnte schließlich der Löns Kenner Klaus Engling und sein Team gewonnen werden. Dabei musste die Teilnehmerzahl begrenzt werden, um die zurzeit geltenden Abstandsregeln einhalten zu können.

Die Tour führte durch verschiedene Stationen im südlichen Celler Umland. Beispielsweise besuchte er in der Vorkriegszeit regelmäßig den Burgwall, um Geburtstag zu feiern, oder das Haus Ecke Lange Straße Braunschweiger Heerstraße, um seine damalige Liebschaft zu treffen. Herrmann Löns wurde so für die teilnehmenden Siedler greifbar.

Die Geschichten aus dem bürgerlichen Leben von Löns thematisierte und kommentierte Klaus Engling. Dazu rezitierte er Ergebnisse der Lönsforschung und Originaltexte. Die Lyrik wurde mit Gitarre und Mundharmonika untermalt. Natürlich durfte dabei der Heidjer-Hit „Auf der Lüneburger Heide“ nicht fehlen. Die 30 km lange Fahrradtour zu einen überraschenden Erlebnis für die Siedlerfreunde.

Ausführlich thematisiert wurde sein Kriegsdienst im 1. Weltkrieg, der dann auch zu seinem Tod am 26. September 1914 an der Loivre führte. Letztlich erscheint dieser Tod unnötig, da Löns eigentlich aufgrund seiner Tätigkeit Zeitungsredakteur als Kriegsberichtserstatter vorgesehen war. Letztlich ist das wohl eine Frage des vorherrschenden Zeitgeistes zu Beginn des 1. Weltkrieges gewesen, zu verstehen ist diese Entscheidung Löns aus heutiger Sicht dennoch nicht.

Abschließend wurde im Garten noch zwischen den Teilnehmern der Tour über das Erlebte diskutiert. Herrmann Löns hat neue Freunde gewonnen. Die Mitglieder der Siedlergemeinschaft sprachen sich dafür aus mit dem Löns-Verein von Klaus Engling im Kontakt zu bleiben.



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